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Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V.

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Deutsche Organisationen für Solidarität mit Afrin

In Frankfurt a.M. fand am Freitag nachmittag eine Solidaritätskundgebung für die Kurden in der nordsyrischen Region Afrin statt.

Im Unterschied zu den gerade in Frankfurt bereits mehrfach erfolgten kurdischen Demonstrationen gegen die türkische Aggression hatte diesmal ein Bündnis von einem Dutzend deutscher Organisationen bzw. der regionale Gruppen aus dem Rhein-Main-Gebiet dazu aufgerufen, wie z.B. der IPPNW und pax Christi.

Insofern stellte diese Kundgebung tatsächlich ein Novum dar. Unter den fast 500 Anwesenden waren zwar die deutschen Teilnehmer vor der Frankfurter Katharinenkirche erkennbar in der Minderheit, nicht jedoch bei den zahlreichen Redebeiträgen. Das wurde bereits bei der vor der Kundgebung angesetzten Pressekonferenz ersichtlich.

 

Dort berichtete Bernd Eichner von Medico International über die Bemühungen zur humanitären HIlfe mit Partnern vor Ort und die laufende Online-Petition gegen den Panzer-Deal mit der Türkei. Der anwesende Arzt und Hochschullehrer Prof. Dr. Gerhard Trabert konnte seine Erfahrungen von mehreren Aufenthalten in Nordsyrien und seine Planung für eine neue Reise in die Region darstellen. Begleitet wurde dieses von einer Telefonschaltung nach Afrin zu Dr. Nuri Kanbar, der über den weitestgehenden Zusammenbruch der normalen medizinischen Versorgung berichtete, da mittlerweile fast alle Ressourcen für Notfälle durch Kriegsverletzte eingesetzt werden müssten.

 

Mit dem Notarzt Dr. Michael Wilk war ein weiterer Arzt bei der anschließenden Kundgebung präsent, der die Situation vor Ort gleichfalls durch eigene Aufenthalte kennt. In weiteren deutschen Redebeiträgen wurde auch die Rolle deutscher Waffenexporte von dem Vertreter der IG Metall in Frankfurt angesprochen. Es bleibt zu hoffen, dass der mit dieser Kundgebung gestartete Schulterschluss mit der deutschen Friedensbewegung und Initiativen gegen rechts Früchte trägt in gemeinsamen Folgeaktionen. Dabei geht es nicht nur um internationale Solidarität, sondern auch darum, dass das türkisch-kurdische Problem als Problem der deutschen Politik wahrgenommen wird.

Bericht und Fotos: K. Peil

 



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