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Protest gegen Veranstaltung: „Ist Frankfurt kriegstüchtig?“

06.02.202606.02.2026

Berichte in der Lokalpresse (FNP und Regionalteil der FAZ vom 5.2.2026):

FNP
FAZ

Bericht von Claus-Jürgen Göpfert im nd vom 5.2.2026:
Quelle: https://nd.digital/editions/nd.DerTag/2026-02-05/articles/21538150

Auszug:
Debatte um Kriegstüchtigkeit:
Wie wir kriegstüchtig werden sollen – Die Evangelische Akademie Frankfurt am Main ließ diskutieren, ob die Stadt verteidigungsbereit ist

Vertreter von Katastrophenschutz, Landesregierung und Kirche erörterten in Frankfurt, wie die Metropole fit für den Verteidigungsfall werden kann. Gegenpositionen waren kaum vertreten.
Draußen und drinnen: Da gibt es an diesem Dienstagabend große Unterschiede. Vor der Evangelischen Akademie im Stadtzentrum von Frankfurt am Main stehen in Schneeregen und Dunkelheit etwa 50 Menschen. Sie halten ein großes Transparent mit der Aufschrift »Den Krieg verwerfen! Desertieren – Sabotieren« Andere Plakate geben den Artikel 69 der Verfassung des Landes Hessen wieder: »Hessen bekennt sich zu Frieden, Freiheit und Völkerverständigung. Der Krieg ist geächtet. Jede Handlung, die mit der Absicht vorgenommen wird, einen Krieg vorzubereiten, ist verfassungswidrig.«

Im Großen Saal drinnen dagegen bleiben diese Positionen außen vor – es geht um das Gegenteil. »Ist Frankfurt kriegstüchtig?«, fragen das Kuratorium Kulturelles Frankfurt, die Polytechnische Gesellschaft und die Evangelische Akademie. Dieses Motto sorgt in der evangelischen Kirche und in der Stadtgesellschaft seit Wochen für Diskussionen. Jedem der Veranstaltenden und auch den rund 150 Zuhörern im Saal ist bewusst, dass der Abend einen Tabubruch darstellt.

Draußen sagt Anne Kahn von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA): »Von einer Evangelischen Akademie erwarte ich Ethik.« Doch genau von der habe sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) spätestens mit ihrer jüngsten Denkschrift zu Krieg und Frieden wohl verabschiedet, sind die Kritiker überzeugt. In dem Papier mit dem Titel »Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick« heißt es: »Christlicher Pazifismus ist als allgemeine politische Theorie ethisch nicht zu begründen.« Die Tochter des Widerstandskämpfers Alphonse Kahn erinnerte an das Vermächtnis der Häftlinge des KZ Buchenwald. »Lasst uns alles tun, damit unsere Stadt nicht kriegstüchtig wird! Wir wollen, dass Frankfurt friedensfähig ist und bleibt«, mahnte sie.

Im Saal räumt Mitveranstalterin Cornelia von Wrangel ein: »Das Wort kriegstüchtig empfinden viele als Provokation.« Zugleich behauptet sie: »Kriegstüchtigkeit kann Krieg verhindern.« Helge Bezold von der Evangelischen Akademie gibt zu, dass viele den Titel der Veranstaltung als »völlig unpassend im Kontext einer Evangelischen Akademie« ansähen. Deshalb stelle man den Begriff selbst auch zur Diskussion. Der Frankfurter Stadtdekan Holger Kamlah ist aber auf dem Podium der Einzige, der ihn »unmöglich und hochproblematisch« findet und vor einer »Verherrlichung von Militär und Stärke weltweit« warnt. Da gibt es zum ersten Mal Beifall.

Im Laufe des Abends kommt Kamlah freilich nur selten zu Wort. Die Bühne gehört Tobias Bräunlein vom Hessischen Innenministerium und Markus Röck, dem Chef der Frankfurter Berufsfeuerwehr. Angekündigt war auch Brigadegeneral Holger Radmann, doch er bleibt buchstäblich im Schnee irgendwo in Hessen stecken. Dass kein Kritiker der Kriegstüchtigkeit zur Diskussion eingeladen wurde, kritisiert Michael Müller, Fraktionsvorsitzender der Linken im Stadtparlament: »Es ist problematisch, dass das Podium so einseitig ist.« Er stellt einen Zusammenhang her zwischen der Vorbereitung auf einen Krieg und den von der Union in der Bundesregierung geforderten weiteren Kürzungen bei Sozialleistungen.

In den folgenden anderthalb Stunden wird überhaupt nicht darüber gesprochen, wie ein Weg heraus aus dem blutigen Krieg in der Ukraine aussehen könnte, wie denn überhaupt Krieg zu verhindern sei. Stattdessen schildert der Feuerwehrchef ganz sachlich, dass man »ein Sirenennetz« in Frankfurt aufbaue, dass freilich das deutsche Vergaberecht das Projekt sehr verzögere: »Zwei Jahre für eine Sirene!« Röck rechnet vor, dass bei Bombenangriffen »250 Liegenschaften mit Schutzräumen« für Frankfurts knapp 800 000 Einwohner gebraucht würden. Er fordert ein »Pflichtjahr« mit Dienst für die Allgemeinheit vor allem für junge Menschen. Und stellt klar, dass bei einer hohen Anzahl Schwerverletzter durch Rettungskräfte »triagiert« werden müsse. Es würde also ausgewählt, wer überhaupt noch behandelt wird. […]

 

 

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