ng auf die Straße gegen die Wiederbewaffnung der jungen Bundesrepublik und gegen die neue Bundeswehr. Trapp erzählte mir später, wie er schon 1961 am Ostermarsch teilgenommen habe. Damals zogen die Demonstranten vom nordbayerischen Miltenberg, wo US-Raketen stationiert waren, drei Tage lang durch die Dörfer zu Fuß zur Abschlusskundgebung nach Frankfurt am Main. Um sie von den Straßen fernzuhalten, wurde der Trupp der etwa 100 Menschen von der Polizei über Felder und Wiesen gejagt. Die Bauern begegneten den Demonstrant:innen nicht selten feindse

Seine Aktivitäten führten dazu, dass Sozialdemokrat:innen wie auch die Gewerkschaft ihn aus ihren Reihen ausschlossen. Sein Leben lang kämpfte er mit Anfeindungen. Bis zum Zusammenbruch der DDR musste er sich die Aufforderung anhören: „Geh doch nach drüben!“. Trapp hielt dagegen: „Wir marschieren nicht gegen den Westen, wir marschieren nicht gegen den Osten, wir marschieren für eine Welt, die von Waffen nichts hält.“