Medienberichte zum Ostermarsch 2026 in Frankfurt
Eigener Kommentar vom 7.4.26 und FR-Leserbriefe (10.4.26)
Einen zusammenfassenden Bericht über den Ostermarsch mit der Abschlusskundgebung auf dem Römerberg gab es in der Hessenschau bzw. unter hessenschau.de unter der Überschrift: Ostermärsche enden mit Friedensprotesten am Frankfurter Römerberg. Dieser Beitrag wurde so auch in ähnlicher Form von tagesschau.de übernommen.
Dass dabei die Angaben zu den Teilnehmerzahlen von der Polizei wie zumeist üblich stark herunter gerechnet wurden, ist man gewohnt. Anhand des vorliegenden Bildmaterials mit dem gut gefüllten Römerberg kann man sich jedoch davon ein eigenes Bild machen.
Ganz anders war es diesmal mit der Frankfurter Rundschau in der Druckausgabe vom 7.4.26 (Online am 6.4.). Ausgerechnet den vorzugsweise als Gerichtsreporter für die FR tätigen Stefan Behr hatte man auf den Römerberg geschickt. In seiner gewohnten Art schilderte er dort sehr subjektive Eindrücke. („Streit um Iran-Flaggen spaltete Marschierende„). Wer sich diesen „Bericht“ durchliest, dürfte leicht den kompletten Unsinn erkennen, der hier ausgebreitet wird und nichts mit elementaren journalistischen Standards zu tun hat. Eine Kommentierung zu Einzelaussagen erübrigt sich deshalb.
Zur Erinnerung: Bei der Ostermarsch-Abschlusskundgebung 2024 auf dem Römerberg war Stefan Behr ebenfalls im Einsatz. Damals glänzte er mit eindeutigen Falschbehauptungen wie „‚Israel bombardieren!‘, schallt es von der Bühne“. Anschließend war man bei der Redaktion der FR aber eindeutig um Schadensbegrenzung bemüht, nachdem wir als Veranstalter umgehend eine Aufforderung zur Gegendarstellung nach dem Hessischen Pressegesetz vorgelegt hatten. Von der Lokalredaktion der FR erfolgte ein kurzfristig anberaumtes Interview mit Willi van Ooyen, das bereits am nächsten Tag (anstelle der geforderten Gegendarstellung) abgedruckt wurde. (Siehe dazu auch den Beitrag: „Israel bombardieren!?“ im Overton-Magazin vom 6.4.2024).
Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass der Abschlusskundgebung auch gute Beiträge in der FR vorausgegangen sind, wie z.B. von Claus-Jürgen Göpfert am 4. April (Online vom 3.4.) über die Geschichte der Ostermärsche. (KP)
Nachtrag vom 8.4.: Leserbrief von Harald Fiedler an die FR:
Wer am Tag nach dem Ostermarsch die FR im Frankfurt Teil aufgeschlagen hat konnte auf dem Bild einen gut gefüllten Römerberg sehen. Wer sich mit dem zweiten Blick dem darunter befindlichen Artikel zu wandte musste feststellen, dass der Autor wohl auf einer anderen Veranstaltung gewesen sein muss. Wer den Text liest muss den Eindruck bekommen dass dort massenweise Iran - und Palästina Fahnen gezeigt wurden. Ersten hat der Veranstalter schon im Vorfeld darauf hingewiesen dass National Fahnen nicht erlaubt sind und wo eine auftauchte haben Ordner eingegriffen. Nur einmal gelang dies nicht, als Exil- Iraner eskortiert von der Polizei durch die Menge am Römerberg geführt wurden und für den Krieg gegen das Mullah- Regime warben. Vielleicht hat der Autor des FR Artikels diese Fahnen gesehen. Ansonsten hat er fast nur Randerscheinungen vor Beginn des Ostermarsches beschrieben, aber so gut wie nichts über die Veranstaltung selbst, geschweige denn über die guten Inhalte der Reden die sicher manchen LeserInn, die nicht dabei sein konnten, im Nachhinein interessiert hätte. Statt dessen hat er einzelne Personen zitiert die von vornherein skurril wirkten , die es aber immer auch bei jeder Großveranstaltung gibt. Damit wurde der sehr gut besuchte Frankfurter Ostermarsch in ein ganz falsches Licht gerückt. Schade.
Nachtrag vom 10.4.26: Veröffentlichte Leserbriefe in der FR

